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Wohlbefinden in Berlin

Anders leben (lernen)

Das Unbekannte ist das, was uns weiterbringt, nicht das Bekannte

Jedes Lebewesen, egal ob Pflanze, Tier oder Mensch, wird von dem Impuls geleitet, sich wohlfühlen, wachsen und gedeihen zu wollen. Was den Menschen von den anderen Lebewesen unterscheidet, ist, dass in ihm auch eine Gegenkraft vorhanden ist, die Todessehnsucht. Wenngleich sie von Mensch zu Mensch unterschiedlich stark ausgeprägt ist.
Dem Wachstum dient, ganz besonders während unserer Kindheit und im Alter, dass wir nicht nur unsere inneren Schätze bewahren, sondern uns auch immer wieder mit neuen Inhalten auseinandersetzen. Wir benötigen also eine gewisse Form der wohltuenden Stabilität einerseits und des intellektuellen Gefordertseins andererseits.

Die Bewegungen, die dem Wachstum dienen, finden nicht im Internet statt, sondern in der realen Welt. Darum wollen wir uns bemühen.

Du kannst daran mitwirken, dass sich das Wohlbefinden in Berlin - letztlich auch anderswo - steigert. Melde dich bei mir.

Einsamkeit

Wenn die Liebe in einer anderen Dimension stattfindet

Vorbemerkung

Wenn wir uns mit diesem Thema befassen, dann müssen wir vorher eine Übereinkunft treffen, welche Wörter wir wie definieren. Hierzu mein Vorschlag:

Alleine sein

Alleine sein ist letztlich immer mal wieder für mehr oder weniger lange Zeit sinnvoll, um den Bezug zu sich selbst nicht zu verlieren, Innenschau zu halten und seine Gefühle und Gedanken zu sortieren. Dieser Zustand bedeutet nicht, dass derjenige keine Beziehungen zu Lebewesen hat. Er geht in die Abgeschiedenheit, um sich zu erholen, wohl wissend, dass er geliebt wird.

Einsamkeit

Einsamkeit ist ein Leidenszustand, der als behandlungsbedürftig angenommen wird. Wobei dieser mit oder ohne Bezug zu anderen Menschen entstehen kann. Um es anders auszudrücken: Nicht jeder Einsame ist alleine. Etliche sind es auch trotz eines Familien- oder Freundeskreises, trotz beruflichen Eingebundenseins und/oder fester Partnerschaft/Ehe. Diesen Menschen gilt hier meine Aufmerksamkeit.

Der Wunsch nach (mehr) Nähe

Der "Urglaube" vieler Internetentwickler war bzw. ist auch wohl heute noch die Idee, der Welt zu helfen: Den Menschen die zwischenmenschliche Begegnung zu erleichtern und ihre Bedürfnisse nach kraftgebenden Kontakten ausleben zu können.
Die Zeiten ändern sich und so wird zunehmend sichtbar, dass im Netz auch Monster wohnen, Blogs und Websites "des Bösen". Sie verherrlichen Gewalt, Rassismus, Ausbeutung usw. dort wird gemobbt, denunziert, gelogen, betrogen ... Das ist hier aber nicht mein/unser Thema.

Internetkommunikation

Nach der euphorischen Anfangsphase der Internet-Kommunikation wandelt sich die Freude zunehmend in Enttäuschung und Angst. Es bildet sich immer mehr Frustration aus, weil sich herausstellt, dass das Internet nicht wirklich glücklich macht. Viele Benutzer schlagen damit ihre Zeit tot und merken gar nicht, dass sie sich dadurch immer mehr isolieren und sie immer unzufriedener werden. Oft wird versucht, dies durch Alkohol- und/oder Drogenkonsum auszugleichen. Und um ihren Schmerz nicht zu merken, tauchen immer mehr Personen in virtuelle Ersatzwelten ein bzw. sie schaffen sie sich in ihren Computern.

Unsere "Urbedürfnisse", unsere Triebe, die uns zum Wachstum dienen, bestehen nicht nur aus Essen, Trinken, Schlafen und Fortpflanzung, sondern ganz besonders auch aus dem Wunsch nach spürbarer Nähe zu anderen Menschen (und/oder anderen Lebewesen).

Der Wunsch, zu fühlen

Unser primärer ausgebildeter Sinn, also der, der am ehesten wichtig ist, ist das Fühlen. Diese Aussage steht im Widerspruch zu der von vielen Wissenschaftlern favorisierten Idee, dass das Sehen, das erste wichtige Kommunikationsmittel ist. Ich bin nicht ihrer Meinung.

Fernsehen, Whatsapp, SMSs, Playstation usw. wie auch Twitter, Facebook, Instagram ... können unsere Bedürfnisse nach zwischenmenschlicher Nähe, Sicherheit und Geborgenheit nicht wirklich erfüllen. Diese Wünsche können wir nur in der realen Welt stillen, in der Begegnung "vom Ich und Du zum Wir".

Psychosomatische Krankheiten

Einsamkeit bildet in vielen Fällen - Häufigkeit steigend - das Fundament für psychosomatische Krankheiten, Depressionen, Unfälle, Krebs- und Autoaggressionskrankheiten, Selbst-Morde und Suchterkrankungen. Das ist zwar einerseits sehr erschreckend, andererseits birgt es aber auch die Hoffnung in sich: Dass, wenn die wahre Krankheitsursache, also die Einsamkeit, bekannt ist, in vielen Fällen Heilung entstehen kann. Und das ohne Tropfen, Pillen, Salben und Operationen - wenn der Patient es wirklich will. Dazu bedarf es aber in schweren Fällen der Unterstützung durch eine therapeutisch-kompetente Fachkraft.

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